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DEMNÄCHST: Mahnmal Aspangbahnhof. Platz der Opfer der Deportation, Wien PRINZpod

DEMNÄCHST: Mahnmal Aspangbahnhof. Platz der Opfer der Deportation, Wien

Das von PRINZpod entworfene Mahnmal ist den vom Aspangbahnhof aus Deportierten gewidmet, die Opfer der Shoa wurden. Es soll als Stätte des Mahnens, Erinnerns und Gedenkens an die verfolgten österreichischen bzw. Wiener Jüdinnen und Juden, die 1939 und 1941/42 von dieser Stelle aus zur Vernichtung in den Osten deportiert wurden, errichtet werden: zwei lange Betonstränge laufen wie Bahngeleise in einem Betonblock zusammen. Eine Reise ins Nichts.
Das Mahnmal nimmt Bezug auf die Örtlichkeit und den schon vorhandenen Gedenkstein. Ergänzt wird es durch Informationstafeln, die auch die Deportationszüge und –orte visualisieren.

Das Mahnmal
„Die beiden schlichten Betonstränge liegen wie Bahngleise auf dem Erdboden. Am Beginn entspricht ihre Breite der Normweite von Schienen (1435mm), doch sie laufen immer weiter zusammen, um schließlich in einem Betonblock zu enden bzw. zu verschwinden. …
… Auf einem Strang liest man in Richtung des Betonblockes: 47035 Deportierte. Der andere Strang zeigt vom Block wegführend: 1073 Überlebende. Auf der Betonskulptur (Rückseite) selbst stehen die Worte: Den Opfern der Deportation 1939 - 1942 gewidmet. …
… Wir haben uns bei der Konzeption des Mahnmals dafür entschieden, die Installation so schlicht und zurückhaltend wie möglich zu gestalten. Ein derartiges Grauen, wie es auf den Aspanggründen stattgefunden hat, bedarf keiner pompösen Inszenierung. Je tiefer wir bei unseren Recherchen in die Thematik vordrangen, desto mehr sahen wir uns mit der eigenen Sprachlosigkeit konfrontiert. Dort wo Worte nicht mehr ausreichen, müssen Symbole gefunden werden, die über Sprachbarrieren hinaus für alle lesbar sind. Die zusammenlaufenden Gleise enden in der Katastrophe, der Betonblock erinnert an einen Grabstein. Die Installation fügt sich in Form und Materialität gut in das moderne Stadtbild ein und ist doch irritierend genug, um Anwohner und Passanten innehalten zu lassen und Momente der Reflexion zu ermöglichen.“ PRINZpod

Ort

Leon-Zelman-Park, 1030 Wien

Weiterführende Info

Künstler
PRINZpod

Brigitte Prinzgau, *1955, lebt und arbeitet in Wien.
Wolfgang Podgorschek, *1942, lebt und arbeitet in Wien.
prinz-pod.at

Dieses Projekt wurde im Rahmen eines künstlerischen Wettbewerbs als Siegerprojekt gekürt. Für mehr Informationen folgen Sie diesem Link:

ZUM WETTBEWERB

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DEMNÄCHST: Mahnmal Aspangbahnhof. Platz der Opfer der Deportation, Wien PRINZpod

Zeitraum

Eröffnung geplant für Herbst 2017

Straßenbahn 71 Kleistgasse

Termine

Presse

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