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Wettbewerb

Mahnmal Aspangbahnhof. Platz der Opfer der Deportation, WienWettbewerbssieger: PRINZpod

Mahnmal Aspangbahnhof. Platz der Opfer der Deportation, Wien

Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wesentliche Grundlage im Engagement gegen Antisemitismus, Rassismus und Gewalt. Dem Vergessen muss mit Entschiedenheit entgegengetreten werden. Die Erinnerung an die Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus ist daher moralische und politische Verpflichtung. Das Mahnmal soll ein Ort der Erinnerung sein, als Zeichen und Aufruf, nicht zu vergessen und Vergangenheit zu vergegenwärtigen, in einer Zeit, in der Zeugenschaft zu Ende geht.
Die Jury des Wettbewerbs entschied sich im November 2016 mehrstimmig, das Projekt von PRINZpod als Wettbewerbssieger zu küren.

Statement der Jury:
Der Entwurf von PRINZpod schafft es in einer abstrahierten Form und dennoch ganz direkt die Ereignisse am Aspangbahnhof, die Deportation von 47.035 Jüdinnen und Juden aus ganz Österreich in die Ungewissheit und in den Tod darzustellen. Er ist für alle klar lesbar und definiert sowohl selbst den Ort nimmt jedoch auch Bezug auf den bestehenden Kontext und den schon vorhandenen Gedenkstein und die Örtlichkeit. Die Zurückgenommenheit nicht nur hinsichtlich der Materialität lässt eine eindeutige Vermittlung zu und weckt starke Emotionen.
Es ist den Künstlern gelungen, wie sie selber sagen " … sprachlos durch die Dimension und Akribie mit der die Deportationen am Aspanbahnhof durchgeführt wurden .." ein dreidimensionales Symbol für das Grauen der Deportationen zu finden – eine Reise ins Nichts.

Ort

Leon-Zelman-Park, 1030 Wien

Weiterführende Info

Wettbewerb
Erlangung von künstlerischen Entwürfen für die Errichtung eines „Mahnmal Aspangbahnhof. Platz der Opfer der Deportation, Wien“

Ausloberin
Kunst im öffentlichen Raum GmbH

Geladene KünstlerInnen
Miroslaw Balka (PL), Christian Boltanski (FR), Christian Philipp Müller (CH), PRINZpod (AT), Renata Stih & Frieder Schnock (DE)

Jury
Anna Artaker, Künstlerin
Berthold Ecker, Stadt Wien, MA 7 und KÖR-Jurymitglied
Marie-Therese Harnoncourt, Architektin bei the next ENTERprise – Architects ZT GmbH und KÖR-Jurymitglied
Karl Hawliczek, Stadt Wien, MA 42
Éva Kovács, Historikerin am Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI)
Hubert Lobnig, Künstler
Cordula Loidl-Reisch, Landschaftsarchitektin an der TU Berlin
Milli Segal, Kuratorin, i.V. von Leo Luster, Zeitzeuge
Ursula Schwarz, Stadt Wien, MA 7
Rudolf Zabrana, Bezirksvorsteher-Stellvertreter des 3. Bezirks

Technische Vorprüfung
Monika Trimmel, werkraum wien ingenieure zt gmbh

Wettbewerbssieger
PRINZpod
Brigitte Prinzgau, *1955, lebt und arbeitet in Wien.
Wolfgang Podgorschek, *1942, lebt und arbeitet in Wien.
prinz-pod.at

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Mahnmal Aspangbahnhof. Platz der Opfer der Deportation, WienWettbewerbssieger: PRINZpod

Zeitraum

Umsetzung geplant für 2017

Straßenbahn 71 Kleistgasse

Termine

Presse

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