THEMATIK UND ZIEL
Künstliche Intelligenz wird als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts verstanden. Bereits heute durchdringt sie unser Leben in vielen Bereichen – von wissenschaftlicher Forschung über Industrie und Wirtschaft bis zur täglichen Arbeitswelt: Computerbasierte Systeme analysieren ungeordnete Datenmengen, erkennen Zusammenhänge und Muster und leiten daraus für uns relevante Informationen und Entscheidungen ab. Denkende künstliche Wesen begleiten die Menschen seit der Antike und finden ihren Höhepunkt in der Science-Fiction des 20. Jahrhunderts. Auch ist der Themenkomplex „Mensch & Maschine“ von Beginn an eng mit der Filmgeschichte verwoben, etwa 1927 in „Metropolis“ von Fritz Lang, der in diesem Klassiker der expressionistischen Filmkunst die weibliche Figur der „Menschmaschine“ entwirft.
Mit der digitalen Revolution gehen gesellschaftliche Veränderungen einher. Zu den Chancen werden die Demokratisierung von Wissen wie auch die Lösung komplexer Probleme gezählt, ebenso die Möglichkeiten für innovative Produkte und die Steigerung von Effizienz. Gleichzeitig stellt die Entwicklung der „maschinellen Intelligenz“ die Menschheit vor große moralische und ethische Fragen und hat eine kritische Debatte insbesondere über ihre kommerzielle Nutzung und die Folgen für Sicherheit, Demokratie und Ressourcen ausgelöst.
Es sollen tonlose 20-Sekunden-Filme zum Thema „Der Mensch und die intelligente Maschine“ entstehen, die dieses künstlerisch interpretieren.
Die folgenden Fragestellungen können dabei zur Orientierung herangezogen werden:
- Die künstliche Intelligenz ergänzt und ersetzt menschliche Denkleistung. Wie wird sich unser Leben und unsere Arbeitswelt im rasant fortschreitenden Zeitalter der Digitalisierung und der künstlichen Intelligenz verändern?
- Welche Auswirkungen hat die digitale Transformation auf unsere visuelle Wahrnehmung und welche Rolle spielt sie für die visuelle Kultur?
- Wie beeinflusst die Nutzung von KI unsere kognitiven Fähigkeiten und das kritische Denken? Kann uns die KI in eine neue Form der Unmündigkeit führen?
- Welche Folgen für die Wissensgesellschaft und die vierte Säule der Demokratie, die Medien, ist durch die Konzentration von Datenmacht und kommunikativer Macht zu erwarten?
- Wie wird sich unsere Gesellschaft und das soziale Miteinander durch den technologischen Wandel verändern?
Die ausgewählten Kurzfilme werden im Zeitraum von 6. Juli bis 30. August 2026 österreichweit auf rund 4.800 INFOSCREENs in U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen sowie auf Screens an Bus- und Straßenbahnhaltestellen gezeigt werden (in Wien, Linz, Wels, Steyr, Graz, Salzburg, Innsbruck, Bregenz, Klagenfurt und Eisenstadt). Des Weiteren werden die Gewinnerbeiträge im Rahmen von Kommunikationsaktivitäten seitens KÖR Wien und INFOSCREEN veröffentlicht.
Insgesamt werden fünf Gewinner*innen ausgewählt.
OPEN CALL: Kurzfilm-Wettbewerb
20 seconds for art
THEMA
„Der Mensch und die intelligente Maschine“
EINSENDESCHLUSS
15. April 2026, 14:00 Uhr MEZ (einlangend)
PRÄSENTATIONSZEITRAUM
8 Wochen, von 6. Juli bis 30. August 2026
PREISGELD
je 1.000.- EURO
Es werden 5 Gewinner*innen ermittelt.
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