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Solange... bin ich Feminist:in, Linke WienzeileKatharina Cibulka

Solange... bin ich Feminist:in, Linke Wienzeile

SOLANGE DU AUGEN-HÖHEN-ANGST HAST, BIN ICH FEMINIST:IN

Wir müssen unsere Köpfe drehen, um den Satz zu dechiffrieren, denn er verläuft vertikal, von unten nach oben. Blickt man von oben nach unten, könnte man leicht Höhenangst bekommen – oder doch eher Angst vor Augenhöhe? Cibulka spielt bewusst mit dieser Wortkreation, die von beiden Seiten lesbar ist. „Wir haben in allen Bereichen sehr starke und gut ausgebildete Frauen, doch wenn diese Richtung Erfolg, sprich Berggipfel streben, setzt bei vielen Männern offenbar Augen-Höhen-Angst ein. Sie verteidigen ihre Herrschaft bislang äußerst erfolgreich“ erläutert Cibulka.

Umgekehrt werde Frauen oft nachgesagt, sie hätten keinen Zug zur Spitze, sprich sie wären diejenigen, die quasi Höhenangst hätten – auch dies eine Argumentationsstrategie, die leicht zu durchschauen sei.

Im zweiten Teil des Satzes findet sich eine kleine Veränderung zur bisherigen Struktur der SOLANGE-Sätze: War es Katharina Cibulka in der Anfangsphase des Projektes wichtig, die Sprecherin oder den Sprecher eindeutig als Frau/Feministin oder Mann/Feminist sprachlich zu markieren, so entsteht nun durch „bin ich Feminist:in“ eine Öffnung hin zu allen Geschlechtern und somit ein Aufbrechen der rein binären Geschlechterstruktur.

Über das Projekt:

Mit Kabelbinder und Tüll bestickte Staubschutznetze werden österreichweit auf Baustellen montiert. Die großformatigen, im traditionellen Kreuzstich eingestickten Botschaften verdeutlichen die anhaltende Notwendigkeit feministischer Forderungen. Die Themenbereiche für die Slogans wurden aus zahlreichen Gesprächen mit Frauen und Männern rund um das Thema Feminismus entwickelt. Im Fokus steht das Hinterfragen aktueller gesellschaftlicher Machtstrukturen.Katharina Cibulka und ihrem Team geht es in SOLANGE darum, mit den pink gestickten, großflächig auf Staubschutznetzen angebrachten Sätzen eine klassisch männlich geprägte Branche buchstäblich zu durchdringen. Die Forderungen sind zwar nicht neu, sollen im öffentlichen Raum jedoch unübersehbar Nachdrücklichkeit vermitteln.

Ort

Linke Wienzeile 168

Weiterführende Info

Katharina Cibulka, *1975 in Innsbruck, lebt und arbeitet in Innsbruck.

#solange 2018

Weitere Baustellennetze der Serie (von KÖR gefördert):

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Zeitraum

1. Juli bis Ende September 2020

U4 Margaretengürtel

Termine

Presse

Zu den Unterlagen

Links

EÖ Die Kunst der Gleichberechtigung - 100 Jahre Kunststudium für Frauen

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