Der von Heimo Zobernig (*1958) für die Feuermauer entworfene gleichnamige Schriftzug übersetzt das Sichtbare in das System Sprache. Seit den frühen 1980er-Jahren befasst sich der Künstler kritisch mit den Kunsttheorien des 20. Jahrhunderts. Das minimalistische Postulat „Man bekommt, was man sieht“ erlebt hier seine buchstabengetreue Umsetzung: Die hellgraue, neutrale Schrift auf rosa Grund verweigert sich der Verrätselung und steht in einem klaren Sinngebungsverhältnis zum beschriebenen Objekt.
Text: Thomas Edlinger, Anja Lungstraße, in: Wem gehört die Stadt? Wien - Kunst im öffentlichen Raum seit 1968.
Ort
Schreyvogelgasse 2, 1010 Wien
Galerie
Weiterführende Info
Künstler
Heimo Zobernig
* 1958 in Mauthen (AT), lebt und arbeitet in Wien.
heimozobernig.com

