Wien MMIX – Rundpanorama präsentierte sich als spekulatives Gesellschaftsporträt, das sich aus 17.352 Einzelbildern zusammensetzte, die während des Wiener Opernballs mit Überwachungskameras aufgenommen worden waren.
Der Schweizer Künstler Jules Spinatsch, bekannt geworden durch großformatige Überwachungspanoramen, installierte beim Wiener Opernball 2009 zwei programmierbare Netzwerkkameras. Vom Einlass um 20.32 Uhr bis zum Ende des Balles um 5.10 Uhr drehten sich die Kameras zweimal um ihre Achse und speicherten dabei nach einem präzisen Raster 17.352 Einzelaufnahmen. Spinatsch fügte diese chronologisch zu einem 32 Meter langen, durch die ungewöhnliche Verdichtung von Zeit, Raum und Information bestechenden Rundpanorama zusammen. In seinem vielschichtigen Dialog zwischen Planung und Zufall stellte das Porträt der anwesenden Gesellschaft die Mechanismen und Zusammenhänge von Repräsentation, Voyeurismus und Überwachung neu zur Debatte.
Ort
Resselpark/Karlsplatz, 1040 Wien
Galerie
Weiterführende Info
Künstler
Jules Spinatsch
*1964 in Davos (CH), lebt und arbeitet in Zürich (CH) und Wien.
jules-spinatsch.ch
Projektleitung
Katharina Boesch, section.a
Produktion
Gerald Richter, Richter Solutions
Technik
Reto Diethelm, Redics AG
Grafik
Karin Holzfeind
Partner und Förderer
Kulturstiftung Pro Helvetia, SWISSLOS Kulturförderung (Graubünden), karlsplatz.org





