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Supersommermehrere KünstlerInnen

Supersommer

Der Supersommer war ein 1976 von den Wiener Festwochen veranstaltetes Stadtfestival auf dem Naschmarkt. Architekten und bildende Künstler beteiligten sich an Aktionen und Installationen im öffentlichen Raum.
Die Architektengemeinschaft Coop Himmelblau lud zum Beispiel Bürger ein, die Stadt aus einer neuen Perspektive zu sehen. Dafür errichtete sie vier 13 Meter hohe Gerüste, über die eine 17 mal 17 Meter messende Große Wolkenkulisse gespannt war.
Das Team von Haus-Rucker-Co baute auf dem Naschmarkt eine Schräge Ebene. Ziel des Projektes war es, den langgestreckten Freiraum der Linken und Rechten Wienzeile visuell in zwei Zonen zu teilen. Die schwarze Fläche wies in Richtung In nenstadt, die weiße Fläche stadtauswärts.
Das Hutobjekt Asyleum von Missing Link war ein überdimensionaler begehbarer Ort, in dem eine Fotoserie zu sehen war. Die Bilder stammten aus dem Sommer 1908 und waren in den Schächten der Sammelkanäle und im Gewölbe des Wienflusses um und unter dem Naschmarkt aufgenommen worden. Sie zeigten das Leben und die Quartiere von Menschen ohne Unterkunft, für die der Hut auf dem Kopf identisch war mit dem Dach über dem Kopf. 1977 wurde das Hutobjekt als Pavillon auf einem Kinderspielplatz im Prater installiert.
Superstudio waren mit dem Projekt Erinnerungen für Wien vertreten, während das Projekt Mauereckenelement von Roland Goeschl nicht realisiert wurde. Im Museum des 20. Jahrhunderts stellte Christo aus.

Text: Thomas Edlinger, Anja Lungstraße, in: Wem gehört die Stadt? Wien - Kunst im öffentlichen Raum seit 1968.

Ort

Naschmarkt 1, 1060 Wien, Österreich

Weiterführende Info

KünstlerInnen

Christo, Coop Himmelb(l)au, Haus-Rucker-Co, Roland Goeschl, Missing Link, Panamarenko (Henri van Herwegen), Superstudio

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Zeitraum

9. Juni – 20. August 1976

Vermittlung - Veranstaltungen