Alle paar Sekunden hielten die fingierten Spielautomaten inne und präsentierten eine Folge von Begriffen. Keine Kirschen, keine Wassermelonen, sondern menschliche Bedürfnisse standen hier auf dem Spiel. Aber was sind sie denn, die menschlichen Bedürfnisse, die Wünsche und Sehnsüchte, die uns um- und antreiben? Die wohl bekannteste Definition stammt von Abraham Maslow. Gemäß seiner Theorie bewegen wir uns mit unseren Bedürfnissen Stufe für Stufe auf einer Pyramide nach oben, angefangen bei den Grundbedürfnissen Essen, Trinken, Schlafen bis hin zur Selbstverwirklichung.
Daran knüpfte Sofia Goscinski an und stellte die menschlichen Bedürfnisse ins Zentrum ihrer Videoarbeit. Sie ließ sie als Begriffe über den Bildschirm flimmern und forderte die BetrachterInnen zum Mitspielen auf, gedanklich zumindest, denn die Walzen auf den drei Bildschirmen drehten sich nach dem Zufallsprinzip – so wie wir anscheinend zufällig Handlungen vollziehen, ohne uns zu fragen, welche Bedürfnisse dahinterstecken oder wer sie in uns geweckt hat.
Play Human Needs verwies auf das Spiel mit den menschlichen Bedürfnissen, dem wir in einer uns tagtäglich und auf Schritt und Tritt beeinflussenden Medienwelt ausgeliefert sind.
Ort
U2-Station Karlsplatz, Gleis 1, 1040 Wien
Galerie
Weiterführende Info
Künstlerin
Sofia Goscinski
*1979 in Wien, lebt und arbeitet in Wien.
sofiagoscinski.org


