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Per Albin #5: Écarts_Stimmen, Abstände, Einüben, ...Hanako Geierhos, Florian Schmidt

Per Albin #5: Écarts_Stimmen, Abstände, Einüben, ...

Mit PER ALBIN #5: Écarts_Stimmen, Abstände, Einüben, ... von Hanako Geierhos und Florian Schmidt eröffnet am 16. November das fünfte und zugleich letzte Projekt, das im Rahmen von PER ALBIN - Ein Ausstellungsprojekt stattfinden wird.

Mittels performativer Skulptur (Hanako Geierhos) und plastischer Malerei (Florian Schmidt) fragen die beiden in Berlin lebenden Künstler*innen nach dem Status des öffentlichen, privaten und sozialen Raums, bzw. nach der Bedeutung von Objekten und Bildern für das Entstehen neuer Kommunikationswege und sozialer Beziehungen. Dabei spielt der vom französischen Philosophen und Sinologen Francois Jullien stammende Begriff „Écarts“, zu Deutsch Abstände, eine zentrale Rolle. Nach Jullien bringen erst Écarts/ Abstände, die wir zwischen uns und den anderen, zwischen einer Kultur und der anderen aufrechterhalten, das „Gemeinsame“ zum Vorschein. Um diese Abstände geht es in vielfältiger Weise in den Arbeiten der beiden Künstler*innen.

Abstände oder Zwischenräume sind konstitutives Element für Florian Schmidts aus Kartonstücken komponierten, zwischen Zwei- und Dreidimensionalität changierenden Bildräume, die wesentlich vom Malerischen bestimmt werden. Das daraus resultierende Linienspiel wird als abstrakte, raumbildende Struktur lesbar, innerhalb dieser die von den Platten gebildeten Écarts/ Abstände zugleich als Bruch- und Verbindungslinie zwischen Nachbarschaften und Umgebungen wahrnehmbar werden.

Auf andere Weise stellt Hanako Geierhos „Abstände“ her, wenn sie ihre aus gebrauchten, bunten Surfsegeln gefertigten Stoffbilder („velas“) in einem performativen Akt mit zufällig Beteiligten am Bergtaidingweg auslegt. Das gemeinsame Ausrollen der Stoffe gleicht einer sozialen Intervention, innerhalb dieser die Stoffrolle selbst den „Abstand“ zwischen den Beteiligten herstellt, als auch deren gemeinsame Schnittmenge bildet. Das dabei entstehende Bild am Boden ist ein von allen Helfenden mitgestaltetes, „gemeinsames“ Bild. Dieses wird am Tag der Ausstellungseröffnung gemeinsam erstellt und lässt sich als temporäre, künstlerische Plattform für neue Formen des Austausches in der Per-Albin-Hansson-Siedlung verstehen.

Die dabei entstehenden Dokumentationsfotografien des performativen Aktes werden mit zeitlichem „Abstand“ an den dafür freigehaltenen Rückseiten der Vitrinen am Bergtaidingweg gezeigt. Eröffnet wird der Ausstellungsparcours mit den jeweiligen Vorderseiten der Vitrinen, die das gemeinsame Projekt der beiden Künstler*innen vorstellen: als den öffentlichen (sozialen) Raum strukturierend (die abstrakten Malereien von Florian Schmidt), und ihn performativ verändernd (die „velas“-Aktion von Hanako Geierhos anhand vergangener Performances in verschiedenen urbanen Räumen).

Das Geschäftslokal im EKAZENT fungiert als „Schaufenster“ mit Tiefe, das die beiden Künstler*innen mit raumbildenden Strukturen, wie sie vor Ort zu sehen sind, ausgestalten, um sie mit den je eigenen Arbeiten in ein orts- und kontextsensibles Spannungsverhältnis zu setzen.

Ort

Alma-Rosé-Gasse 2, 1100 Wien, Österreich

Weiterführende Info

Hanako Geierhos , *in Hamburg, lebt und arbeitet in Berlin.
Florian Schmidt, *in Raabs/Thaya, lebt und arbeitet in Berlin.

Zum Hauptprojekt
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Per Albin #5: Écarts_Stimmen, Abstände, Einüben, ...Hanako Geierhos, Florian Schmidt

Zeitraum

17. November bis 17. Dezember 2019

Termine