„Operation Figurini“ war ein mobiles Ausstellungsprojekt, an dem 800 Personen mitarbeiteten. Sie alle bildeten eine „soziale Skulptur“ im Sinne von Joseph Beuys. Er verstand darunter die Gestaltung von gesellschaftlichen Zusammenhängen mit dem Anspruch eines Kunstwerks: Die „soziale Skulptur“ hebt die Vorstellung auf, dass sich die Kunst nur in der Kunstwelt äußert, soziale Vorgänge den Politikern und wirtschaftliche Prozesse den Kapital- und Marktgesetzen überlassen sind.
112 Wissenschaftler und Künstler schufen für Ope-ration Figurini Texte und Kunstwerke (Multiples), die an eigens für das Projekt gebauten Marktständen auf dem Karmelitermarkt im 2., dem Meidlinger Markt im 12. und dem Viktor-Adler-Markt im 10. Bezirk zum Kauf angeboten wurden. Der Name Operation Figurini leitet sich her vom „Figurinimann“, der in der Biedermeierzeit auf Wiens Märkten kleine Madonnen und andere seriell gefertigte Gipsfiguren feilbot. Zu dem Projekt entstanden eine Ausstellungszeitung, eine Postkartenedition und ein Film (Regie: Erich Wagenhofer).
Text: Thomas Edlinger, Anja Lungstraße, in: Wem gehört die Stadt? Wien - Kunst im öffentlichen Raum seit 1968.
Ort
Galerie
Weiterführende Info
KünstlerInnen
asylkoordination Österreich, Christoph Steinbrener, Ada Brant, buero8, u.a.

