Draußen zieht die Stadt vorbei, drinnen sitzt sich’s gemütlich. Drinnen läuft der Sound des Films wie ein Hörspiel; Musik, Dialoge treiben das Spiel voran. Draußen hat der Wiener Performancekünstler Oliver Hangl mit Darstellerinnen und Darstellern eine Intervention vorgenommen. Gehört nun die Ambulanz mit der Sirene zur Inszenierung? Drüben steht ein Pärchen an der Haltestelle und hält sich fest umschlungen. Da öffnet jemand ein Fenster und schreit heraus – die ganze Welt ist Film.
Die Straßenbahn als Kinosaal, die vorbeiziehende Stadt als Laufbild? Raus aus dem schützenden Dunkel! Einsteigen und bewegt werden, den Blick schweifend. Ton ab! Olliwood Productions proudly present eine „KINO IM KOPF“-Produktion, in der die BesucherInnen den Filmkader per Augenaufschlag selbst schneiden, die inneren Bilder sich mit den realen vermischen und die Realität plötzlich zur Fiktion wird – oder umgekehrt? Das Kinopublikum als Schnittstelle zwischen Innen und Außen, zwischen Bild und Ton in einem urbanen, nahezu unkontrollierbaren Setting. Inszenierte Fiktion versus inszenierte Realität?
Film: Die Truman-Show (USA 1998, Peter Weir)
Technik: Die Tonspur besteht aus dem bearbeiteten Ton des Originalfilms und aus der eigens produzierten Audiodeskription, die in die Dialogpausen geschnitten wird (Studioaufnahmen). Funkkopfhörer, Funkmikros, mobile Akkusysteme.
Ort
Start: Endstation Straßenbahn Linie 2, Ottakringer Straße/Erdbrustgasse, 1160 Wien
Galerie
Weiterführende Info
Künstler
Oliver Hangl
*1968 in Grieskirchen (AT), lebt und arbeitet in Wien.
olliwood.com
Dauer
ca. 60 min.
Konzept, Regie
Oliver Hangl
Regieassistenz, Schnitt
Philipp A. Knopf
Audiodeskription
Nicola Eller
Dramaturgie, Sprecher
Oliver Hangl
Ausstattung
Florian Quintus
Produktionsleitung, Inspizienz
Camilla Reimitz
Darsteller
ca. 30 per Casting
Fahrer
Bernd Sobotka (WIENER LINIEN)




