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Fünf MondeJohannes Vogl

Fünf Monde

Johannes Vogls Intervention basierte auf eine Installation aus Leuchtkästen, die Ausblicke in zeitlich und räumlich versetzte Abbilungen von Natursujets boten. Dabei handelte es sich um keine fotografischen oder drucktechnischen Reproduktionen, sondern um Handzeichnungen, welche im Prozess der Kratzzeichentechnik entstanden. Es wurde opakes Acrylglas zunächst komplett geschwärzt und danach Teile der Farbe mit Skalpellen und Spachteln wieder abgeschabt, wodurch kontraststarke Zeichnungen in Schwarzweiß entstanden.

Träger der Installation "Fünf Monde" waren vier Gittermastkräne auf einer Baustelle nahe dem Parkplatz Heiligenstadt, Muthgasse im 19. Bezirk im Norden Wiens. An solchen Baukränen sind üblicherweise auf der Höhe der Ausleger große Werbeleuchtkästen angebracht, welche das Logo des jeweiligen Bauunternehmens tragen. Johannes Vogl ersetzte vier dieser Leuchtdisplays durch seinen Zeichnungen eines Vollmondes. Bei Dunkelheit sahen die Betrachterinnen über dem Horizont der Stadt neben dem realen, vier weitere fiktive Monde, insgesamt also fünf Monde, wie der Titel besagt.

Textauszug: Karl Bruckschwaiger, Roland Schöny, in: Kunst im öffentlichen Raum Wien. Aufbrücke - Werke - Interventionen. 2004 - 2007.

Ort

Baustelle an der U4 Station Heiligenstadt, 1190 Wien

Weiterführende Info

Künstler
Johannes Vogl
*1981 in Kaufbeuren (DE), lebt und arbeitet in Wien und Berlin (DE).
johannesvogl.com

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Fünf MondeJohannes Vogl

Zeitraum

September 2007 bis Juni 2008

Vermittlung - Veranstaltungen