Das „Mahnmal für die österreichischen jüdischen Opfer der Shoa“ am Judenplatz erinnert an die 65.000 Juden, die während der NS-Herrschaft ermordet wurden. Der Stahlbetonkubus der britischen Künstlerin Rachel Whiteread (*1963) inszeniert die Fassaden als Bibliothekswände. Auf Bodenplatten sind 41 Orte der Vernichtung angeführt; eine symbolische Tür verbirgt das Innere. Das Objekt ist ein Symbol für die Buchkultur des Judentums, die sowohl einen Zufluchtsort als auch ein lebendiges Zeichen des Weiterlebens jüdischen Geistes bedeutet.
Text: Thomas Edlinger, Anja Lungstraße, in: Wem gehört die Stadt? Wien - Kunst im öffentlichen Raum seit 1968.
Ort
Judenplatz, 1010 Wien
Galerie
Weiterführende Info
Künstlerin
Rachel Whiteread
*1963 in London (UK), lebt und arbeitet in London



