In einer Kooperation zwischen der Akademie der bildenden Künste und den Büchereien Wien wurden unter dem Titel Bücherwand VII–X vier künstlerische Projekte realisiert, die Bezüge zwischen Buchkultur und bildender Kunst thematisieren. Durch Intervention, Transposition und Darstellung wurden die öffentlichen Bibliotheken zu einem neu erlebbaren Raum der Kommunikation.
Den Gemeindebau als Ort der Erinnerung an den Widerstand gegen die antidemokratischen Heimwehren versucht Anna Witt in ihrem Projekt Viva la Gemeindebau zu inszenieren, indem sie in einem Musikvideo den heutigen Arbeitsalltag mit den Klängen damaliger Arbeiterlieder verbindet.
Johanna Aigner produzierte ein Hörspiel mit dem Titel DIN 1505, in dem verschiedene Stellen aus sechs Büchern zu einem neuen Text zusammengefügt sind und damit ein intertextuelles Gespräch eröffnen.
An die Bibliotheken als wesentliches Element der Volksbildung erinnert das Projekt von Natalie Koger, Trieg 17. In einem Workshop, abgehalten vornehmlich mit Kindern mit Leseschwäche, wurde ein selbstgestalteter Trickfilm entwickelt.
Die Migrationsgeschichte der beteiligten KünstlerInnen bildet den Hintergrund von SIGNO von Elvedin Klačar und Cornelia Silli. Serbisch/kroatisch/bosnische und deutsche Aufschriften auf einem Wegweiser geben Auskunft über die Entfernungen in Raum und Zeit.
Text: Thomas Edlinger, Anja Lungstraße, in: Wem gehört die Stadt? Wien - Kunst im öffentlichen Raum seit 1968.
Ort
Hauptbücherei, Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien und sechs weitere Bücherein der Stadt Wien
Galerie
Weiterführende Info
KünstlerInnen
Johanna Aigner, Elvedin Klačar / Cornelia Silli, Nathalie Koger, Henning Rosenbrock und Alexander Beste, Anna Witt
Projektleitung
Judith Huemer
artinpractice.net







