Zurück
Wettbewerb

Bezirksgedenkstätte „Verfolgung, Widerstand und Freiheitskampf in Hernals 1933–1945“Wettbewerbssieger: Maria Anwander, Ruben Aubrecht

Bezirksgedenkstätte „Verfolgung, Widerstand und Freiheitskampf in Hernals 1933–1945“

Basierend auf einem Grundsatzbeschluss, welcher in der Bezirksvertretung Hernals am 15. September 2010 gefasst wurde, und der eine Realisierung einer „Errichtung eines Denkmals / einer Gedenkstätte bzw. Mahnmales bei der S- 45 Station „Hernals“ am Vorplatz beinhaltet, wurde die KÖR Kunst im öffentlichen Raum GmbH ersucht, einen geladenen künstlerischen Wettbewerb zu entwickeln. Vorausgegangen war dieser Entwicklung die Beschäftigung und Erforschung der Hernalser Bezirksgeschichte des Widerstands im Ständestaat und während des Nationalsozialismus. Die unterschiedlichen Module, wie die Sensibilisierung der Anrainer/innen, die Aktivierungsphase der Bevölkerung mit Informationsveranstaltungen wurden sukzessive in enger Kooperation mit relevanten Organisatoren und Entscheidungsträger/innen – Bezirksvorstehung 17 sowie Gebietsbetreuung 17 – entwickelt.

Durch Recherchen im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes konnten bis zum Abschluss der Erhebungen Ende November 2012 etwas mehr als 2.300 Namen von Personen ausfindig gemacht werden, von denen etwa 1.750 mehr oder weniger ausführlich dargestellt wurden. Sie sind Opfer sowie Personen, die in Widerstandsaktivitäten in Hernals involviert waren. Der Begriff „Widerstand“ ist umfassend angelegt. Er bezieht Personen aller politischen Lager sowie weltanschaulichen und volksgruppenmäßigen Bevölkerungsgruppen ein, die in Opposition zum Faschismus standen oder von ihm verfolgt wurden, sowie alle Formen von Widerstandshandlungen. Als solche wurden angesichts des immer totalitärer werdenden NS-Regimes auch Akte von Zivilcourage wie Ungehorsam sowie Solidarität mit Verfolgten und anderen Opfern berücksichtigt. Das beabsichtigte Gedenken ist dadurch lager- und parteienübergreifend und soll den opfervollen Einsatz einer großen Zahl von Frauen und Männern sowie ihrer Angehörigen würdigen.

Ort

Vorplatz der Schnellbahnstation Hernals, Platz der Freiheit, 1170 Wien

Weiterführende Info

Wettbewerb
Bezirksgedenkstätte „Verfolgung, Widerstand und Freiheitskampf in Hernals 1933–1945“

Auslober
Kunst im öffentlichen Raum GmbH

Geladene KünstlerInnen
Maria Anwander (AT), Sonia Leimer (IT), Christoph Weber (AT)

Jury
Iris Andraschek, Künstlerin
Berthold Ecker, Leiter Referat für bildende Kunst, MA 7 – Kultur und Wissenschaft
Ernst J. Fuchs, Juryvorsitzender, Architekt (the next ENTERprise)
Lilli Hollein, Kuratorin und Journalistin (2010–2013 Mitglied der KÖR-Jury)
Christine Holz, Referatsleiterin Planung 5: Bezirke 14, 15, 16, 17, MA 42 – Wiener Stadtgärten
Peter Ulrich Lehner, Vorsitzender der Bezirksgruppe Hernals des Bundes Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen, Opfer des Faschismus und aktiver Antifaschist/inn/en
Ilse Pfeffer, Bezirksvorsteherin des 17. Wiener Gemeindebezirks
Werner Sogl, Vorsitzender der Bezirksentwicklungskommission Hernals, Bezirksrat
Georg Traska, Kunsthistoriker

Technische Vorprüfung
Monika Trimmel, Werkraum Ingenieure ZT GmbH

Wettbewerbssieger
Maria Anwander
*1980 in Bregenz, lebt und arbeitet in Bregenz (AT) und Berlin (DE).
maria-anwander.net

Ruben Aubrecht
* 1980 Bregenz (AT), lebt und arbeitet in Berlin (DE).
rubenaubrecht.net

KuratorInnen
section.a. art design consulting gmbh

Christine Haupt-Stummer, Andreas Krištof
sectiona.at

ZUM SIEGERPROJEKT

Zurück
Wettbewerb

Bezirksgedenkstätte „Verfolgung, Widerstand und Freiheitskampf in Hernals 1933–1945“Wettbewerbssieger: Maria Anwander, Ruben Aubrecht

Zeitraum

Februar bis Juni 2013

S45, Straßenbahn 43 Hernals