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Temporär

VEZA fehltNatalie Deewan, Gertrude Moser-Wagner

VEZA fehlt

Im Haus Ferdinandstrase 29, nahe des einstigen Leopoldstädter Tempels — dem Zentrum jüdischen Lebens vor seiner Zerstörung 1938 — lebte zuvor mehr als 20 Jahre lang die Dichterin Veza Canetti (1897— 1963). Im Rahmen des Kunstprojekts VEZALEBT — Veza Canetti, ein spätes Jubiläum wurde in Sichtweite an die Feuermauer des Hauses Tempelgasse 12, über dem Veza-Canetti-Park, das Zeichen VEZA fehlt projiziert. Es basiert auf dem Auslassungszeichen und bezieht sich auf Veza Canettis Roman Die Gelbe Straße, der das Leben in der Ferdinandstraße, der Straße der Lederhändler, in den 1930er-Jahren porträtiert: „Es ist eine merkwürdige Straße … Es wohnen da Krüppel, Mondsüchtige, Verrückte, Verzweifelte und Satte.“

Der Buchstabe V mit einem Querstrich markierte ein Fehlen, bei einem doppelten Querstrich fehlt etwas Essenzielles. So unterstrich das Zeichen VEZA fehlt das Fehlen einer ganzen Person: VEZA. Der doppelte Querstrich zog sich, gleich der Gelben Straße, über alle vier Buchstaben und komplettierte diese zugleich. Zudem bedeutet der Begriff „Veza“ im Bosnischen, Serbischen und Kroatischen, die in der heutigen Umgebung der Ferdinandstraße viel gesprochen werden, genau dieses: Verbindung.

Ort

Feuermauer bei der Kreuzung Ferdinandstraße, Tempelgasse 12, 1020 Wien

Weiterführende Info

Künstlerinnen

Natalie Deewan
*1978 in Wien, lebt und arbeitet in Wien
heterotopia.net

Gertrude Moser-Wagner
*1953 in St. Georgen/Murau (AT), lebt und arbeitet in Wien
moser-wagner.com


Partner und Förderer
Stadt Wien (MA 7 - Kultur und Wissenschaft)
Basis.Kultur.Wien
Nationalfonds
bmukk – Bundesministerium für Unterricht Kunst und Kultur
Theodor Kramer Gesellschaft
Psychosoziales Zentrum ESRA
Alte Schmiede Wien
Promedia Verlag
sowie private FörderInnen und MitarbeiterInnen vor Ort

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VEZA fehltNatalie Deewan, Gertrude Moser-Wagner

Zeitraum

6. – 12. Mai 2013

Termine

Links

Website VEZA fehlt