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Temporär

Meeting Point: Erforschung des Bewegungsradius am Praterstern
Tête-à-Tête. Bewegungs-/​Aktions-/​Interventionsradius PratersternAkademie der bildenden Künste Wien (Judith Huemer und Ursula Maria Probst)

Donnerstag, 6. Juni 2019, 14:00 bis 21:00 Uhr
16:00 Uhr Gespräch mit dem Architekten Michael Rieper

Ort: Praterstern, 1020 Wien

Am Donnerstag, den 6. Juni ab 14 Uhr sind Passant_innen und Besucher_innen dazu eingeladen, den Bewegungsradius Praterstern als Tête-à-Tête neu zu erforschen.

Am 13. April 2019 hoppelte ein als Osterhase Kostümierter über den Praterstern, hielt inne, versteckte Objekte in Eiform. Das ungewohnte an der zu Ostern vertrauten Erscheinung war das große Megaphon und die damit verlautbarten politischen Fakten. Berichte über rassistische Kontrollen der Polizei wurden lautstark vorgetragen und schallten über den Platz. Eine rege Diskussion über das vermeintlich schützende Auftreten der Exekutive wurde angezettelt.

Ein goldener Ganzkörperanzug wurde uns bei einer Intervention im April 2018 am Praterstern beinahe zum Verhängnis. Eine Strafandrohung von 150,- Euro aufgrund des Verhüllungsverbots konfrontierte uns mit der ernüchternden Realität, dass der öffentliche Raum unter Kontrolle der Exekutive steht und künstlerische Freiräume eng zu werden drohen. Überraschend die friedliche Akzeptanz der Ganzkörperverhüllung als Osterhase. Kostüme und Masken werden in Zeiten der Repression unter anderem zum Ausloten möglicher Spielräume eingesetzt. „Kostüme an die Macht, um den durch Überwachung zunehmend erstarrten öffentlichen Raum wieder zum Leben zu erwecken!" - „Die Verwandlung des menschlichen Körpers erfolgt durch das Kostüm, das die geometrischen Raumgesetze plastisch werden lässt“, schrieb Oskar Schlemmer während seiner Tätigkeit am Bauhaus. Lässt sich diese Überlegung auf den öffentlichen Raum übertragen?

Am 6. Juni findet die nächste Tête-à-Tête Intervention am Praterstern statt. Der Fokus verschiebt sich dabei von der Verhüllung des Einzelnen auf das Aufeinandertreffen an einem Ort. Mit dem Titel Meeting Point scheint sich die Aktion zunächst in das Leitsystem moderner Bahnhöfe und Transiträume einzufügen. Von den Studierenden der Akademie der bildenden Künste wird der „Treffpunkt“ allerdings neu interpretiert. Als ein Ort des Verweilens und der Entschleunigung, der Gastfreundschaft oder als ein Moment des Aufeinanderknallens verschiedener Positionen. So gibt es am 6. Juni zwischen 14 und 21 Uhr erneut die Gelegenheit sich zu begegnen, auszutauschen, Teil zu werden von Interaktion und Kommunikation.

Zu sehen sind Arbeiten der Studierenden:
Lea Abendstein, Josephine Baltzersen, Florian Botka, Jakob Ehrlich, Evi Jägle, Ömer Kaplan, Max Landegren, Maitane Midby, Phillip Moritz, Alexander Nefeduev, Cosima Roth, Daphne Schrader, Olga Steiner, Nina Vobruba, Patrick Winkler, You Youngjoo

Walter Zimmermann, 2018Zum Projekt
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Meeting Point: Erforschung des Bewegungsradius am Praterstern
Tête-à-Tête. Bewegungs-/​Aktions-/​Interventionsradius PratersternAkademie der bildenden Künste Wien (Judith Huemer und Ursula Maria Probst)

Donnerstag, 6. Juni 2019 / 14:00 - 21:00
U1 und U2 Praterstern

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