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Et tu, Duchamp?Subodh Gupta

Et tu, Duchamp?

Subodh Gupta verknüpft in seinen Arbeiten seine indische Identität in sehr eleganter und durchaus ironischer Weise mit Bezügen zur westlichen Kunstgeschichte. Der „idol thief“, wie er sich selbst nennt, zitiert Ikonen europäischer Kunst und stellt sie in einen neuen Kontext.

Mit der Bronzeskulptur Et tu, Duchamp? trat er in einen imaginären Dialog mit Marcel Duchamp, dem Spiritus Rector der Konzeptkunst. Die Vorlage für seine Arbeit war die durch einen Schnurr- und Kinnbart entstellte Mona Lisa, die der französische Avantgardist unter dem Titel L.H.O.O.Q. (1919) als frühes Beispiel für einen ironischen Umgang mit dem Kunstkanon präsentierte. Gupta übersetzte Duchamps Arbeit ins Dreidimensionale und führte sie in Übergröße aus: Damit schuf er ein neues Kunstwerk, das nun von allen Seiten „erlebbar“ war. Er kommentierte seine Arbeit folgendermaßen: „Ich liebe Duchamps Mona Lisa, manchmal mehr als die von da Vinci. Ich grüße [da Vinci] von fern, er ist ein Genie. Aber irgendwie fühle ich mich Duchamp mehr verbunden … Ich sah seine Mona Lisa und sagte: ‚Wahnsinn! Was für ein Werk!‘ Ich fand es wirklich lustig, mir liegt diese Art von Humor.“

Ort

Weiterführende Info

Künstler
Subodh Gupta

*1964 in Khagaul, Bihar (IN), lebt und arbeitet in Neu-Delhi (IN).

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Temporär

Et tu, Duchamp?Subodh Gupta

Zeitraum

28. April – 31. Oktober 2010

Et tu, Duchamp?, 2009/2010
Schwarze Bronze
240 × 210 × 130 cm

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Kunsthalle Wien