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Erweiterung Alltagsskulpturen MahnmalCatrin Bolt

Erweiterung Alltagsskulpturen Mahnmal

Das 2014 von Catrin Bolt initiierte und umgesetzte Projekt Alltagsskulpturen Mahnmal zieht sich an mittlerweile 14 Orten mit einer Gesamtlänge von über 1.700 Metern über mehrere Bezirke der Stadt Wien. Es wurde im Mai 2017 um vier Standorte im 2. und 5. Bezirk erweitert.

Das Alltagsskulpturen Mahnmal basiert auf persönlichen Beschreibungen von Vorfällen im Stadtraum Wien in der Zeit des Nationalsozialismus, die mit Straßenmarkierstoff an verschiedenen Orten aufgetragen wurden, so dass man sie im Gehen lesen kann. Sie verlaufen genau dort, wo sich die beschriebenen Ereignisse zugetragen hatten.
Der Stadtraum, der vorrangig im „Jetzt“ und in praktischer Hinsicht wahrgenommen wird, wird erweitert und kann in einer historischen Dimension und unter dem Gesichtspunkt der dort stattgefundenen Handlungen wahrgenommen werden.

Viele Misshandlungen erfolgten im öffentlichen Raum, lautstark und sichtbar; ähnlich sichtbar sollten auch die Textlinien sein. Der Stadtraum wurde als politische Bühne verwendet und trug so einen Teil der Geschichte in sich. Die Berichte verdeutlichten den Aspekt der öffentlichen Sichtbarkeit und stellten die Ereignisse aus der Perspektive der Opfer dar. Die Texte wurden mit schwarzer Markierfarbe entlang von Gehwegen aufgetragen. Schwarze Farbe dieser Art wird häufig dazu verwendet, vorgenommene Markierungen zu überstreichen und so ungültig zu machen. In diesem Fall wurde damit jedoch das unsichtbar Gewordene wieder sichtbar gemacht.

Ort

Augarten, Ausstellungsstraße/Max Koppe-Gasse, Pazmanitengasse, Wehrgasse, 1020, 1050 Wien

Weiterführende Info

Künstlerin
Catrin Bolt
*1979 Friesach (AT), lebt und arbeitet in Wien.

Für mehr Informationen zu dem Projekt aus 2014 folgen Sie diesem Link:
ZUM PROJEKT

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Erweiterung Alltagsskulpturen MahnmalCatrin Bolt

Zeitraum

seit Mai 2017

Presse

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