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Wettbewerb

Gestaltung des Vorplatzes der Station U2 SeestadtWettbewerbssieger: Krüger & Pardeller

Gestaltung des Vorplatzes der Station U2 Seestadt

Die U-Bahn-Station U2 Seestadt hat als Endhaltestelle der wichtigen und bald längsten U-Bahn-Linie Wiens eine besondere Bedeutung. Sie symbolisiert als Eintritt in die Stadt ein modernes, neuzeitliches Stadttor in diesem Stadtentwicklungsgebiet. Hier entsteht ein neuer Teil Wiens, der durch die Urbanität und Modernität von Großstädten unmittelbar gepaart mit der Ruhe und Lebensqualität von ländlichen Seelandschaften geprägt ist. Ziel des diskursiven Verfahrens in Bezug auf die U2-Station Seestadt ist ein künstlerischer Beitrag im Rahmen der Gestaltung des westlich der Endstation gelegenen Vorplatzes. Er soll ein Treff - und Verteilerpunkt der Seestadt sein und als verbindendes Element zwischen den beinahe im Minutentakt ankommenden und abfahrenden Zügen der U-Bahn und der sie umgebenden Wohn-, Einkaufs-, Arbeits- und Studierstadt wahrgenommen werden. Die künstlerische Gestaltung soll den Platz sowohl zu einem neuen, identitätsstiftenden Symbol für die Seestadt machen als auch zu einer Orientierungshilfe und einem Erkennungsmerkmal des Orts werden.

Der Wettbewerb wurde im April 2014 ausgelobt und die Jury des diskursiven Verfahrens entschied sich einstimmig, das Projekt „Die Zukunft einer Vision“ von Krüger & Pardeller als Wettbewerbssieger zu küren.

Statement der Jury:
Die Jury befand, dass es sich bei dem von Krüger & Pardeller eingereichten Projekt, um ein strukturell durchdachtes Gesamtkonzept handelt, dem es gelingt, historische Gegebenheiten in einer präzisen Formensprache zu reflektieren. Das Projekt birgt interessante kulturell-gesellschaftliche Aspekte in sich. Das Konzept transportiert (durch Abguss) ein Stück des historischen Rollfeldes und projiziert derart seine Struktur auf die Fläche der Gegenwart. Darüber legen die Künstler teilweise erhabene, teilweise flache Linien und Bänder, die zugleich Sitzgelegenheiten schaffen.
Zusätzlich entwickeln und gestalten die Künstler eine Zeitung, die eine Plattform für Überlegungen zur Stadtentwicklung und –soziologie bietet und sowohl den neuen Stadtteil „Seestadt“ als auch das Zentrum der Stadt miteinander in Beziehung setzt.
Ihr Projekt bringt in vielfältiger Weise ein Verständnis von Raum als einem Ort der Entschleunigung und Reduktion zum Ausdruck und überzeugt durch seine offene, unverstellte Platzgestaltung.

Weiterführende Info

Wettbewerb
Geladenes diskursives Verfahren zu einem künstlerischen Beitrag im Rahmen der Gestaltung des Vorplatzes der Station U2 Seestadt, 1220 Wien

AusloberInnen
Kunst im öffentlichen Raum GmbH in Kooperation mit den WIENER LINIEN

Geladene KünstlerInnen
Steinbrener / Dempf (Christoph Steinbrener und Rainer Dempf), Krüger & Pardeller (Doris Kruger und Walter Pardeller), Gabriel Kuri, Luca Trevisani

Jury:
Berthold Ecker, Leiter Referat für bildende Kunst, MA 7 – Kultur und Wissenschaft
Silvia Eiblmayr, Kunsthistorikerin und Kuratorin
Bernhard Engleder, MA 28 – Straßenverwaltung und Straßenbau
Carl Fingerhuth, Architekt, Beiratsmitglied von Wien 3420 Aspern development AG
Gerhard Moßburger, Architekt Moßburger ZT GesmbH
Nobert Scheed, Bezirksvorsteher des 22. Wiener Gemeindebezirks
GünterSteinbauer, Vorsitzender der Geschäftsfürung, WIENER LINIEN
Esther Stocker, Künstlerin
Martina Taig, Juryvorsitzende, Geschäftsführerin, Kunst im öffentlichen Raum GmbH

Wettbewerbsbetreuung
Ricky Renier

Technische Vorprüfung
Monika Trimmel, werkraum wien ingenieure zt gmbh

Wettbewerbssieger
Krüger & Pardeller

Doris Krüger, *1974 in Wien, lebt und arbeitet in Wien.
Walter Pardeller, *1962 in Bozen, lebt und arbeitet in Wien.

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Gestaltung des Vorplatzes der Station U2 SeestadtWettbewerbssieger: Krüger & Pardeller

Zeitraum

Umsetzung geplant für 2018

U2 Seestadt

Kooperationspartner