PRESSEKONTAKT / RÜCKFRAGEN:
SKYunlimited
Laura Thelen
Tel.: (+43) 1 522 59 39
Mobil: (+43) 699 16448003
E-mail: laura.thelen@skyunlimited.at
www.skyunlimited.at
Der/die Künstler_in Jakob Lena Knebl inszeniert mit der Installation Schwule Sau am Morzinplatz ein temporäres Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Homosexuellen, Lesben und Transgender-Personen. Sie verwendet mit Absicht Bezeichnungen wie schwule Sau oder Mannweib, die im täglichen Sprachgebrauch als abfällig und abwertend eingesetzt werden. Der Künstler greift diese Begriffe im Sinn von Judith Butlers Theorie der Performativität des politischen Diskurses auf, die den Terminus hate speech verhandelt, macht sich und seinen Körper zur Ausstellungs- und Projektionsfläche und stellt sich in der Installation der Öffent-lichkeit. In der Aneignung entzieht sie den Bezeichnungen die verletzende Schlagkraft, der sich Homosexuelle, Lesben und Transgender-Personen ausgesetzt sehen, und kommt dem Gegenüber zuvor, die Begriffe beleidigend gegen sie selbst zu verwenden.
Durch die ästhetisierte Form der Installation unter Gebrauch der Design- sprache der klassischen Moderne und des Midcentury Modernism schafft es der Künstler Jakob Lena Knebl, das Publikum durch die schöne und gute Form zum Hinsehen zu bringen. Die Künstlerin bezeichnet diese Vorgehens- weise als trickery (Schwindel) etwas gibt vor, etwas anderes zu sein als der eigentliche Inhalt, und erschleicht sich dadurch die Aufmerksamkeit der Betrachter_innen.
Dass ein Erschleichen dieser Betrachtung heute immer noch notwendig ist, macht dieses Mahnmal nicht nur zu einem für die Opfer des Nationalsozialismus, sondern auch zu einem für die Menschen, die in unserer Zeit nach wie vor durch Intoleranz, Hass und erklärtes Unverständnis verfolgt werden.
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Der/die Künstler_in Jakob Lena Knebl inszeniert mit der Installation Schwule Sau am Morzinplatz ein temporäres Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Homosexuellen, Lesben und Transgender-Personen. Sie verwendet mit Absicht Bezeichnungen wie schwule Sau oder Mannweib, die im täglichen Sprachgebrauch als abfällig und abwertend eingesetzt werden. Der Künstler greift diese Begriffe im Sinn von Judith Butlers Theorie der Performativität des politischen Diskurses auf, die den Terminus hate speech verhandelt, macht sich und seinen Körper zur Ausstellungs- und Projektionsfläche und stellt sich in der Installation der Öffent-lichkeit. In der Aneignung entzieht sie den Bezeichnungen die verletzende Schlagkraft, der sich Homosexuelle, Lesben und Transgender-Personen ausgesetzt sehen, und kommt dem Gegenüber zuvor, die Begriffe beleidigend gegen sie selbst zu verwenden.
Durch die ästhetisierte Form der Installation unter Gebrauch der Design- sprache der klassischen Moderne und des Midcentury Modernism schafft es der Künstler Jakob Lena Knebl, das Publikum durch die schöne und gute Form zum Hinsehen zu bringen. Die Künstlerin bezeichnet diese Vorgehens- weise als trickery (Schwindel) etwas gibt vor, etwas anderes zu sein als der eigentliche Inhalt, und erschleicht sich dadurch die Aufmerksamkeit der Betrachter_innen.
Dass ein Erschleichen dieser Betrachtung heute immer noch notwendig ist, macht dieses Mahnmal nicht nur zu einem für die Opfer des Nationalsozialismus, sondern auch zu einem für die Menschen, die in unserer Zeit nach wie vor durch Intoleranz, Hass und erklärtes Unverständnis verfolgt werden.
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Foto: Michael Strasser © Jakob Lena Knebl / VBK, Wien
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