PRINZpod: Mahnmal Aspangbahnhof. Platz der Opfer der Deportation, Wien

Wettbewerbssieger
Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wesentliche Grundlage im Engagement gegen Antisemitismus, Rassismus und Gewalt. Dem Vergessen muss mit Entschiedenheit entgegengetreten werden. Die Erinnerung an die Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus ist daher moralische und politische Verpflichtung. Das Mahnmal soll ein Ort der Erinnerung sein, als Zeichen und Aufruf, nicht zu vergessen und Vergangenheit zu vergegenwärtigen, in einer Zeit, in der Zeugenschaft zu Ende geht.

Die Jury des Wettbewerbs entschied sich mehrstimmig, das Projekt von PRINZpod als Wettbewerbssieger zu küren.

Statement der Jury:
Der Entwurf von PRINZpod schafft es in einer abstrahierten Form und dennoch ganz direkt die Ereignisse am Aspangbahnhof, die Deportation von 47.035 Jüdinnen und Juden aus ganz Österreich in die Ungewissheit und in den Tod darzustellen. Er ist für alle klar lesbar und definiert sowohl selbst den Ort nimmt jedoch auch Bezug auf den bestehenden Kontext und den schon vorhandenen Gedenkstein und die Örtlichkeit. Die Zurückgenommenheit nicht nur hinsichtlich der Materialität lässt eine eindeutige Vermittlung zu und weckt starke Emotionen.
Es ist den Künstlern gelungen, wie sie selber sagen " … sprachlos durch die Dimension und Akribie mit der die Deportationen am Aspanbahnhof durchgeführt wurden .." ein dreidimensionales Symbol für das Grauen der Deportationen zu finden – eine Reise ins Nichts.

Wettbewerbsjury:

• Anna Artaker, Künstlerin
• Berthold Ecker, Stadt Wien, MA 7 und KÖR-Jurymitglied
• Marie-Therese Harnoncourt, Architektin bei the next ENTERprise – Architects ZT GmbH und KÖR-Jurymitglied
• Karl Hawliczek, Stadt Wien, MA 42
• Éva Kovács, Historikerin am Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI)
• Hubert Lobnig, Künstler
• Cordula Loidl-Reisch, Landschaftsarchitektin an der TU Berlin
• Milli Segal, Kuratorin, i.V. von Leo Luster, Zeitzeuge
• Ursula Schwarz, Stadt Wien, MA 7
• Rudolf Zabrana, Bezirksvorsteher-Stellvertreter des 3. Bezirks

Geladene KünstlerInnen:

• Miroslaw Balka (PL)
• Christian Boltanski (FR)
• Christian Philipp Müller (CH)
• PRINZpod (AT)
• Renata Stih & Frieder Schnock (DE)


Die Wettbewerbsbeiträge werden von 14.-18. November 2016, täglich zwischen 16 und 19 Uhr, in einer Ausstellung im Gemeinschaftsraum Heimbau (Erdgeschoss), Aspangstraße 2, 1030 Wien zu sehen sein.

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Foto: Christian Jobst Präsentation des Siegermodells von PRINZpod für das Mahnmal Aspangbahnhof. Platz der Opfer der Deportation, Wien
Foto: Christian Jobst
v.l.n.r.: Vizebürgermeisterin und Stadträtin Maria Vassilakou, Wolfgang Podgorschek, Brigitte Prinzgau, Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny
Foto: Christian Jobst Präsentation des Siegermodells von PRINZpod für das Mahnmal Aspangbahnhof. Platz der Opfer der Deportation, Wien
Foto: Christian Jobst
v.l.n.r.: Brigitte Prinzgau,Wolfgang Podgorschek, Marie-Therese Harnoncourt

Ausstellung "Mahnmal Aspangbahnhof"

Dauer: 14.-18. November 2016, jeweils 16-19 Uhr
Ort: Gemeinschaftsraum Heimbau (EG), Aspangstraße 2, 1030 Wien