Oliver Augst, Rüdiger Carl und Sven-Åke Johansson: KIPPENBERGER HÖREN. Eine Klanginstallation am Donaukanal

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Kunst im öffentlichen Raum GmbH
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Auf Texten und O-Tönen des deutschen Künstlers Martin Kippenberger (1953–1997), der lange Phasen seines Lebens in Wien und Graz verbrachte, fußt die Klanginstallation, die Oliver Augst gemeinsam mit Rüdiger Carl und Sven-Åke Johansson für den Donaukanal entwickelt hat. Carl und Johansson waren Weggefährten und Freunde Kippenbergers, die Aktionen und Performances zusammen umsetzten. Seit 2008 arbeiten Augst, Carl und Johansson zusammen unter Bezugnahme auf die Texte Kippenbergers, eine Methode ganz im Sinne des Künstlers, der selbst auf Arbeiten von Künstlerkollegen zurückgriff und diese neu collagierte.

„Iß nicht zu viel vom Topfenstrudel / Er könnt dich verstopfen, Trudel!“ oder „Heute denken / Morgen fertig.“ sind Beispiele für die absurden Gedichte, für die Kippenberger bekannt ist. Die Sprache ist eine Konstante in seinem Oeuvre. Die neuvertonten Gedichte werden ergänzt um O-Töne von Kippenberger selbst. Ein Abspiel-Modus mit einer mathematischen Fakultät von 99 (1 x 2 x 3 x 4 x ... x 99) erlaubt immer wieder neue Sprach- und Tonabfolgen, die von unterschiedlich langen Sequenzen von Stille durchbrochen werden.

Der Donaukanal als Ort für die Klanginstallation ist aus mehreren Gründen folgerichtig. Die Nähe zur U-Bahn, welche ein wichtiges Motiv und Denk-Modell für Kippenberger war, neben den Tags der Grafitti-Sprayer sowie die Belebt- und Beliebtheit des Areals in den Sommermonaten entsprechen Kippenbergers Bedürfnis, in permanentem sozialen Kontakt mit seiner Umwelt zu sein.


Das Projekt wurde von KÖR initiiert und wird unterstützt von Wiener Linien, Wien Kanal und der MA29 - Brückenbau und Grundbau.

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