Paul McCarthy. Henry Moore Bound to Fail

Temporäre Installation
Präsentation ab 23. Juni 2011
Ort: KÖR am Kunsthalle Wien public space karlsplatz, Treitlstraße 2, 1040 Wien
Erreichbarkeit: U1, U2, U4 Station Karlsplatz

Paul McCarthy. Henry Moore Bound to Fail, Foto: Stephan Wyckoff 2011
Paul McCarthy. Henry Moore Bound to Fail, Foto: Stephan Wyckoff 2011
Mit Henry Moore Bound to Fail präsentiert KÖR eine Arbeit des amerikanischen Künstlers Paul McCarthy am public space karlsplatz, die nicht nur formal, sondern auch räumlich mit Henry Moore kommuniziert: Sie ist in Sichtverbindung zu der Skulptur „Hill Arches“ des britischen Bildhauers, die sich vor der Karlskirche befindet, positioniert.
Paul McCarthy's Bronze nimmt in seinem Werk, in Hinblick auf Formgebung und Material, eine Sonderposition ein. Der Künstler entwickelt seine Motive sehr oft über lange Zeiträume hinweg, der Ursprung zu dieser Skulptur liegt in einer Miniaturfigur von 1960/61, die damals allerdings noch keinen expliziten Bezug zu Henry Moore aufwies. Erst als McCarthy die Form 2003/ 2004 wieder aufgriff, betonte er die Ähnlichkeiten zu den Plastiken des Engländers und setzte dessen Namen in den Werktitel. Die glatte, weich anmutende Oberfläche, die sich um die eigene Achse drehende, abstrakte und doch einem Torso gleichende Form wirkt tatsächlich wie eine Wiederaneignung von Henry Moore‘s Ästhetik im Sinne der Appropriation Art der sechziger Jahre. So fügt sich die Skulptur in das Werk von Paul McCarthy ein, in dem ironische und subversive Umdeutung vorgefundener Materialien etablierter künstlerischer Stile immer eine zentrale Stellung einnahm.

Paul McCarthy, Henry Moore Bound to Fail, 2004
Bronze, Edition 2/3, 600 x 410 x 304 cm

Paul Mc Carthy, geboren1945 in Salt Lake City (UT), lebt und arbeitet in Los Angeles (CA) und zählt heute zu den einflussreichsten zeitgenössischen Künstlern. Sein Werk umfasst Zeichnungen, Skulpturen, Aktionen und Performances, Videos, Fotografien und Installationen. Meist sind seine Arbeiten geprägt von ironischen Anspielungen und sexueller Provokation und stehen in der Tradition von Wiener Aktionismus, Surrealismus, Happening und Fluxus.

Mit freundlicher Unterstützung der Galerie Hauser & Wirth.

Präsentation: 23. Juni bis 12. Dezember 2011

back